Newsroom

12.04.2022

Der Wert der Mobilität – Eine Erinnerung

Bis in das 20. Jahrhundert hinein sind die allermeisten Menschen zeitlebens nicht weiter gereist als bis in die Kreisstadt. Die Ferien, wenn man den überhaupt welche gehabt hat, verbrachten die Menschen zuhause. Entweder man wohnte auf dem platten Land, weitab von zum Beispiel höherer Bildung, Krankenhäusern und Theatern. Oder man wohnte beengt in den Städten, meistens ohne viel Licht und Luft.

Der technische Fortschritt und der wachsende Wohlstand brachten den Menschen auf dem Land und in der Stadt immer mehr Möglichkeiten, ihre Wohnorte wenigstens gelegentlich zu verlassen und Tapetenwechsel zu erleben. Endlich etwas sehen von der Welt, Verwandte in anderen Gegenden besuchen, das kulturelle Angebot in den Städten nutzen oder auf dem Land Erholung finden. Diese nie dagewesene Mobilität ist damals ein Quantensprung gewesen und hat uns in vielerlei Hinsicht weitergebracht: Bildung, Gesundheit und Wohlstand sind ohne Mobilität nicht zu haben. Deshalb ist Mobilität auch eine soziale Errungenschaft.

Aber die Mobilität ist in akuter Gefahr! Politische Gruppen, die für sich beanspruchen alles besser zu wissen, wollen unsere Mobilität immer weiter einschränken. Angeblich geschieht das im Namen des Umweltschutzes, aber ich habe den Eindruck, dass es vielmehr um Kollektivierung, um Sozialismus geht.

Ferien nur im Siebengebirge oder an der Ostsee, Wohnen möglichst direkt neben der Fabrik, Einkaufen nur im Laden an der Ecke. Was sich zunächst noch ganz bequem und gemütlich anhört, hat in Wahrheit fürchterliche Konsequenzen, denn ohne Mobilität wird unser Leben langweilig und trostlos. Wer in der Stadt wohnt, soll am Wochenende keinen spontanen Ausflug mit dem Auto mehr machen können, wer auf dem Land lebt, soll gefälligst die ganze Woche in seinem Dorf ausharren.

Die Feinde unserer Mobilität leben wahrscheinlich alle in den Innenstädten und können alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen, schön für sie. Die Mehrheit der Menschen wohnt aber nicht nah am Arbeitsplatz oder der Schule und muss lange Wege in Kauf nehmen. Solange es keine fliegenden Untertassen gibt, die uns zuhause abholen, brauchen wir auf absehbare Zeit auch Autos.  

Gute Fahrt!

Hendrik Gienow
12. April 2022

06.04.2022

Nicht verpassen – über die FNP ePaper App geteilt: Nur gemeinsam kann die Verkehrswende gelingen

Frankfurt – Es dauerte nicht einmal 15 Minuten, da konnte sich Hendrik Gienow nicht mehr zurückhalten. Eigentlich wollte der Mitinitiator der Bürgerinitiative “Vorfahrt Frankfurt” an diesem Abend freundlich sein, so hatte er es sich zuvor fest vorgenommen. Doch die Aussagen seiner Sitznachbarinnen machten ihn zunehmend sauer. “Ich weiß, hier sitzen lauter Autovergrämer, aber mich macht die Behandlung der Autofahrer in dieser Stadt wütend”, sagte Gienow, der selbst mit der U-Bahn statt mit dem Auto angereist war. “In Frankfurt kann man nicht Auto fahren. Das ist nur etwas für Leute, denen kein anderer Ausweg bleibt.”

Am Montagabend hatte diese Zeitung zu einem Leserforum mit dem Titel “Verkehrswende: Wer hat Vorfahrt in Frankfurt?” in das Haus am Dom eingeladen. Auf dem Podium saßen neben Hendrik Gienow von “Vorfahrt Frankfurt” Petra Schäfer, Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt University of Applied Sciences, Kristine Schaal vom Fahrgastverband “Pro Bahn” sowie Beatrix Baltabol von der Bürgerinitiative “Radentscheid Frankfurt”. Sie alle standen Redakteur Dennis Pfeiffer-Goldmann Rede und Antwort. Vor Ort konnten 30 Zuhörer die lebhafte Diskussion verfolgen. Es gab auch einen Live-Stream im Internet. Wegen technischer Probleme stand dieser allerdings nicht von Anfang an zur Verfügung. Dies bitten wir zu entschuldigen.

Doch zurück zu Gienow: Er ärgerte sich über die neuen breiten Radwege in Frankfurt, die Autos verdrängen und Stau verursachen. Gienow warnte: “Die autofreie Stadt Frankfurt wird zwar schön, aber auch bitterarm sein.” Seine Begründung: Eine Stadt lebe nicht von ihren Einwohnern, sondern von den Menschen in der Region, die täglich pendeln. “Wenn wir die Pendler im großen Stil vertreiben, werden wir Einnahmen verlieren”, so der Unternehmensberater. “Dann weiß ich nicht, wie Frankfurt das ganze soziale Klimbim bezahlen will.”

Nichtsdestotrotz sprach sich auch Gienow dafür aus, dass es künftig in Frankfurt weniger Autos geben muss. “Da sind wir uns doch alle einig”, sagte er. “Ich bin aber nicht der Meinung, dass das mit Verboten geht.” Stattdessen müssten Anreize geschaffen werden, um vom Auto umzusteigen. Der öffentliche Nahverkehr müsse dringend ausgebaut werden. “Die Pendler stehen nicht freiwillig im Stau”, sagte er. Sie hätten aber keine andere Möglichkeit, da es in der Region keine anständige Anbindung an Bus und Bahn gebe.

Da konnten ihm die Podiumsteilnehmerinnen nur zustimmen. Kristine Schaal von “Pro Bahn” bezeichnete den Frankfurter Nahverkehr zwar als gut, im Umland gebe es aber “Verbesserungsbedarf”. Sie selbst sei vor der Corona-Pandemie täglich mit Bus und Bahn nach Mainz gefahren. “Das kann ich niemandem empfehlen”, sagte sie. “Ich bin nie pünktlich gekommen.” Zudem seien die Preise beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) viel zu teuer, das Tarifsystem zu kompliziert. Schaal sagte aber auch: “Das Auto braucht man nicht. Das Umdenken in den Köpfen der Menschen wird aber nicht ohne Verbote und Ärgern gehen.”

Das sah Verkehrsexpertin Petra Schäfer ähnlich. Sie selbst lebt in einem Dorf im Rheingau, kommt nicht ohne 1000 Mal umsteigen zu müssen mit Bus und Bahn nach Frankfurt. An diesem Abend war sie mit ihrem Elektroauto nach Frankfurt gefahren. Dennoch ist sie der Meinung, dass es in der Stadt künftig nicht ohne Pförtnerampeln, höhere Parkgebühren und angemessen teure Bewohnerparkausweise geht. “Man muss sich überlegen, ob man sein Auto einfach so herumstehen lassen will”, betonte Schäfer. Gleichzeitig forderte sie mehr Park-and-Ride-Möglichkeiten, also günstige Parkplätze an S- und U-Bahnhaltestellen vor den Toren Frankfurts.

“Es können aber nicht alle an die Stadtgrenze fahren”, sagte Frank Nagel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, der als Vertreter der Opposition im Publikum saß. Ihm fehle “eine ganzheitliche Betrachtung”. “Energie, Mobilität, Wohnen, das alles muss in einem Kontext gesehen werden”, so Nagel.

Für die Römer-Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt sprach Katharina Knacker, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen. Sie erinnerte daran, dass noch vor wenigen Jahren nie an Radfahrer und Fußgänger gedacht wurde. “Deshalb müssen wir Platz schaffen und Flächen umverteilen”, so Knacker. “Auch wenn das bei manchen Menschen Angst verursacht.”

Beatrix Baltabol hingegen begrüßte die Umverteilung im Verkehr, freute sich über die breiten, eigenen Fahrspuren für Radfahrer. Sie wies darauf hin, dass 50 Prozent der Menschen am Fahrradfahren interessiert seien, sich wegen der fehlenden Infrastruktur aber nicht trauen würden. “Wenn nur ein Teil von ihnen auf das Rad umsteigt, wären die Straßen schon viel leerer”, so Baltabol. Sie versicherte: “Es geht nicht darum, Autofahren zu verbieten, sondern Fahrradfahren zu ermöglichen.”

Am Ende der Diskussion hatte sich dann auch Hendrik Gienow wieder beruhigt. Am liebsten wäre er dann noch eine Stunde zusammen Radfahrerin Beatrix Baltabol in der U-Bahn durch Frankfurt gefahren, um weiter über die Verkehrswende zu diskutieren. “Anfangs”, so Gienow, “hatte ich Angst vor ihr, habe jetzt aber festgestellt, dass sie eine nette und kluge Frau ist.” Julia Lorenz

Wer die Podiumsdiskussion verpasst hat oder sie sich noch einmal in Ruhe anschauen will, kann dies natürlich weiterhin tun. Sie ist im Internet unter fnp.de/eventvideo sowie über den Youtube-Kanal der Frankfurter Neuen Presse zu finden.

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 06.04.2022, Seite 10

Sie diskutierten über die Verkehrswende in Frankfurt (v. li.):
Petra Schäfer, Hendrik Gienow, Kristine Schaal, Beatrix Baltabol und Moderator Dennis Pfeiffer-Goldmann.
FOTOs: Salome Roessler

17.01.2022

Offener Brief an den Dezernenten für Mobilität der Stadt Frankfurt am Main

Sehr geehrter Herr Majer,

wir möchten Ihnen als Bürgerinitiative unsere große Enttäuschung über den sogenannten offenen Diskurs und die vermeintliche Bürgerbeteiligung in dem Mobilitätsforum am Dienstag letzter Woche mitteilen.

Das Mobilitätsforum war eine Farce. Angeblich als Bürgerbeteiligung geplant, war es eine Bühne für Sie, den grünen Verkehrsdezernenten, Ihre Mitarbeiter und Ihre Berater. Es war weder ausgewogen noch ergebnisoffen, sondern ein Paradebeispiel für eine von oben herab gelenkte Debatte. Schon die Vorgabe der Überschriften und der Themen zeigte deutlich, dass allein die Interessen des Radentscheids im Vordergrund zu stehen haben. Die berechtigten Anliegen von Pendlern, Fußgängern, Berufstätigen, Handwerkern und Einzelhändlern und sowie viele weitere Aspekte, die in der Verkehrsplanung einer Metropole wie Frankfurt unbedingt berücksichtigt werden müssen, wurden nicht einmal im Ansatz erwähnt. Jeder Vortrag und jede Folie lief auf das immer Gleiche hinaus: wir müssen Autos vergrämen, um erst die Radfahrer und dann die Welt zu retten. Nicht einmal Fußgänger kamen vor, aber die sind eben nicht so stark in Agitation und Propaganda wie der Radentscheid. Mehr als zweieinhalb Stunden Belehrungen und nicht eine Minute Redezeit für die noch schweigende Mehrheit, zum Beispiel 350.000 Einpendler und 100.000 Auspendler? Die sollen wohl gefälligst mit dem ÖPNV fahren. Der ist zwar schlecht ausgebaut, ungepflegt und teuer, aber Umweltschutz ist wichtiger als Arbeiten und Einkaufen. Anderswo gilt Mobilität als Errungenschaft, in Frankfurt gilt sie ab sofort als unmoralisch. Herr Majer, behaupten Sie bitte nie, Sie hätten mit den Bürgern gesprochen: unsere Mikrofone waren die ganze Zeit abgeschaltet!

Ein ganzer Magistrat kapituliert vor 40.000 Unterschriften für den Radentscheid, aber das sind nur 5 Prozent der Einwohner. Eine so einseitige und auf eine Minderheit ausgerichtete Verkehrspolitik schadet der Stadt und der großen Mehrheit der Bürger. Kaum jemand fährt zu seinem Vergnügen mit dem Auto, sondern weil es garnicht anders geht. Es ist Ihre Aufgabe, erst einmal die Voraussetzungen für die notwendige Verkehrswende zu schaffen. Danach werden immer mehr Einwohner und Besucher gerne auf andere Verkehrsmittel umsteigen, wie es Wien im übrigen erfolgreich vorgemacht hat!

Wir fordern Sie auf, die nächsten Veranstaltungen in einem ausreichend großen Raum in Präsenz stattfinden zu lassen und dafür zu sorgen, dass die Bürger die Themen mitbestimmen und sich frei äußern können. Unsere Bürgerinitiative möchte im Namen aller Betroffenen dass alle an der wichtigen Diskussion darüber, wie Mobilität in Zukunft gewährleistet werden kann, ernsthaft teilnehmen können und gehört werden!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Annette Oboth
Mitglied des Vorstands
Vorfahrt Frankfurt

 

Link zum Artikel über die Gründung von Vorfahrt Frankurt in der Frankfurter Neuen Presse (FNP) vom 28.05.2021:

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-nicht-nur-radler-sollen-vorfahrt-bekommen-90682409.html

25.07.2021

Fortschritte beim Aufbau der Bürgerinitiative Vorfahrt Frankfurt

Liebe Freunde und Unterstützer unserer Bürgerinitiative Vorfahrt Frankfurt,

heute möchte ich Sie und Euch über die Fortschritte beim Aufbau der Bürgerinitiative informieren und berichten, was wir unternehmen.

Unsere wichtigste Aufgabe ist die Gründung des Vereins Vorfahrt Frankfurt e.V. Wir haben das große Glück, dass zwei Freunde sich mit großem Elan dieser Aufgabe angenommen haben: Wirtschaftsprüferin Elke Schorn und ihre Mitarbeiter stellen für uns den Antrag auf Gemeinnützigkeit und Rechtsanwalt Markus Hauptmann entwirft die Satzung. Ich möchte unseren beiden Freunden sehr herzlich für Ihr Engagement pro bono danken. Wir rechnen damit, den Verein in wenigen Wochen gründen zu können und werden dann alle Freunde und Unterstützer einladen, Mitglieder zu werden.

Unser strategisches Ziel ist es, die parteiübergreifende und unabhängige Interessenvertretung für alle Menschen in Frankfurt am Main und Umgebung zu werden, die auch in Zukunft mobil und bei der Wahl ihres Verkehrsmittels frei sein wollen. Wir sind nicht für oder gegen bestimmte Verkehrsmittel, sondern wir fordern eine leistungsfähige Infrastruktur, wo alle Verkehrsmittel gleichberechtigt sind und fair behandelt werden.

Tatsächlich beabsichtigt die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung das Gegenteil, nämlich Vorrang für das Fahrrad aus ideologischen Gründen und Vertreibung des Autos mindestens aus der Innenstadt. Diese Bevormundung ist nicht im Interesse der Bürger und der Besucher unserer Stadt: das Konzept ist rücksichtslos, unsozial und gefährdet den Wirtschaftsstandort Frankfurt. Aber den Urhebern dieser falschen Verkehrspolitik ist mit Argumenten nicht beizukommen, die beeindruckt nur der aktive Widerstand selbstbewußter Bürger und Wähler. Deshalb werden wir alles daran setzen, so viele Mitglieder und Unterstützer zu gewinnen wie möglich. Dabei wollen wir den sogenannten Radentscheid in den Schatten stellen.

Unsere Website vorfahrt-frankfurt.de ist wieder online und wir freuen uns fast jeden Tag über neue Unterstützer. Auch die Berichterstattung in der Lokalpresse hat uns viele neue Freunde und Unterstützer gebracht. Fast täglich hören wir von Mitbürgern, die durch die drohenden Veränderungen schwer benachteiligt werden und in nicht wenigen Fällen um die Existenz ihres Geschäfts bangen oder ihre Lebensqualität beeinträchtigt sehen.

Wir stellen interessierten Einzelhändlern Formblätter für Unterschriftensammlungen zur Verfügung und bitten Sie und Euch alle, bei jeder passenden Gelegenheit für unser Anliegen zu werben. Für Ideen und Vorschläge, wie wir unser wichtiges Ziel erreichen können, sind wir dankbar. Für unsere Öffentlichkeitsarbeit suchen wir Beispiele, in denen persönlich betroffene Menschen deutlich beschreiben, wie die absichtlichen Verkehrsbehinderungen ihnen und ihren Betrieben das Leben schwer machen: der Wäschereibesitzer, der nicht mehr vor seinem eigenen Laden halten darf; der Handwerker mit schweren Geräten und Material, der von zynischen Politikern auf Lastenfahrräder verwiesen wird usw.

Vielen Dank für Ihr und Euer Interesse.

Im Namen des Kernteams

Hendrik Gienow
Sprecher der Bürgerinitiative
VORFAHRT FRANKFURT

 

23.07.2021

Die Vereinigung Hessischer Unternehmer lehnt dauerhaft Fahrverbote ab

Die Vereinigung Hessischer Unternehmer lehnt dauerhaft Fahrverbote ab. Deren Geschäftsführer Klaus Rohwetter erklärte dazu: „Fahrverbote dürfen nicht zum Dauerzustand werden“.

Die NO2-Grenzwerte werden nun auch in Wiesbaden eingehalten. Das zeige, dass die Belange des motorisierten Verkehrs und der Umwelt durch intelligente Maßnahmen vereinbar seien. Deshalb sollten bestehenden Fahrverbote überprüft werden. “Wenn die Grenzwerte nicht überschritten werden, sollte die Landesregierung darauf hinwirken, die Fahrverbote auszusetzen“, sagte Klaus Rohletter, Vorsitzender des VhU-Verkehrsausschusses und Vorstandsvorsitzender der Bauunternehmung Albert Weil in Limburg.

Mit Blick auf Frankfurt und eine Entscheidung über eventuelle Fahrverbote in den kommenden Wochen mahnte Rohletter weiter: „Eine mögliche Fahrverbotszone innerhalb des Anlagenrings in Frankfurt und Fahrverbote auf wichtigen Verkehrsachsen wären unverhältnismäßig. Das lehnen wir ab. Die Verantwortlichen in Landesregierung und Römer müssen weiterhin dafür sorgen, dass es nicht zu Fahrverboten kommt.“
Die wissenschaftliche Auswertungen z.B. die neuste Veröffentlichung des Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zeigen, dass die Luft in allen hessischen Städten auch ohne Fahrverbote besser werde. Eine massive Steigerung der Bus- und Bahnangebote, mehr Verkehrstelematik und der kluge Bau von Umgehungsstraßen sind der richtige Weg.

Quelle:  VhU-Pressemitteilung: Fahrverbote in hessischen Städten / Rohletter: “Fahrverbote dürfen nicht zum Dauerzustand werden”, 19.02.2021

11.06.2021

An die Freunde und Unterstützer der Bürgerinitiative Vorfahrt Frankfurt:

Wir möchten Sie in Zukunft regelmäßig darüber informieren, was sich in unserer Sache tut, was wir unternehmen und was wir für Reaktionen erleben.

Unser Thema ist brandaktuell und die Diskussion darüber entsprechend engagiert. Am Montag haben wir uns in der Sitzung des Ortsbeirats 2 (Bockenheim, Westend) vorgestellt und sind direkt in eine lebhafte Debatte geraten. Ein Vertreter der Grünen hat uns versichert, dass es in zehn bis fünfzehn Jahren in Frankfurt keine Autos mehr geben werde. Immerhin hat er mir zugute gehalten, dass ich das in meinem Alter von 60 nicht begreifen könne. Ein anderer Grüner hat mit einer perfekt gestylten Präsentation dazu aufgerufen, die Leipziger Straße zur Fußgängerzone umzuwandeln.

Es bilden sich in immer mehr Stadtteilen Arbeitsgemeinschaften und Interessengruppen von Anwohnern und Unternehmern, die sich energisch gegen die sie betreffenden Eingriffe in den Verkehr wenden. Zum Beispiel im Grüneburgweg, im Kettenhofweg und im Oeder Weg wächst der Widerstand gegen die Wegnahme von Parkraum, unsinnige Einbahnstraßen und überbreite Radwege. Hier sind schon hunderte von Unterschriften gesammelt worden. Das Vorbild ist die sehr erfolgreiche Bürgerinitiative in Sachsenhausen, die sich gegen die Sperrung des Mainufers zur Wehr gesetzt hat.

Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Handwerksmeister aus dem Kreis Offenbach gesprochen, der aus einer Sitzung der Handwerkskammer mit Vertretern der Politik berichtet hat. Er habe die Politiker gefragt, wie er in Zukunft zu seinen Baustellen in Frankfurt gelangen solle und habe von einem Vertreter der Grünen zu hören bekommen: es gäbe genügend Parkplätze am Stadtrand und von da aus solle er ein Lastenfahrrad nehmen.

Die Arbeit an unserer Website vorfahrt-frankfurt.de macht endlich Fortschritte und wir haben einen weiter Fachmann als Unterstützer gewonnen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und bitte machen Sie im Bekannten- und Freundeskreis auf unsere gemeinsame Sache aufmerksam.

Herzliche Grüße,

Hendrik Gienow
Sprecher der Bürgerinitiative
Vorfahrt Frankfurt

Zeppelinallee 51
60487 Frankfurt am Main
hendrik.gienow@me.com
Mobil +49-151-11328511

 

 
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